Liebe Besucher*innen,

wir alle sind nach wie vor von den Einschränkungen betroffen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt. Sie sollen dabei helfen, den Corona-Virus einzudämmen und dessen Verbreitung zu verlangsamen.

Auch wir wollen dabei helfen und haben uns dafür folgendes überlegt

  • Wir beraten weiterhin bevorzugt per Telefon oder Email.
  • Es finden keine Gruppen mehr statt.
  • Bei Fragen sprechen Sie uns an – wir bemühen uns um eine Lösung.
  • Wir bieten in begründeten Fällen Einzeltermine an. Hierbei müssen alle darauf achten, mindestens 1,5 m Abstand zu halten und die Räume vorher gut zu lüften.
  • Bitte waschen Sie sich nach dem Betreten der Räume sofort die Hände für mind. 30 Sekunden.
  • Das Gespräch führen wir dann in unserem Räumen oder während eines gemeinsamen Spaziergangs.
  • Bei Erkältungssymptomen bleiben Sie bitte zuhause, wir unterstützen Sie gerne per Telefon oder Email.
  • Wenn Sie niesen müssen, benutzen Sie bitte ein Taschentuch oder die Armbeuge.
  • Bitte waschen Sie sich danach immer sofort die Hände. Regelmäßiges Händewaschen beugt generell einer Infektion vor.

Wir sind weiterhin telefonisch und per Email zu erreichen und bemühen uns Ihre Anliegen zeitnah zu beantworten. Wir bitten um Ihr Verständnis falls es im Einzelfall zu Verzögerungen kommt.

Bitte bleiben Sie gesund!

Erreichbarkeit unserer Kontakt -und Selbsthilfeprojekte

Einrichtung Telefon Telefonische Erreichbarkeit (Wochentag: von bis)
SHK Eigeninitiative 030 6310985
AB mit aktuellen Infos läuft
Mo 14 – 18h
Di  10 – 14h
Mi  —
Do 14 – 18h
Fr  —
KPE Treptow 030 22684802
AB ist geschaltet, es erfolgen zeitnahe Rückrufe in der ausgewiesenen Zeit
Mo–Fr 9 – 19h
Sa   13 – 17h
KBS Treptow 030 6715010
sowie mobil lt. Ansage auf dem AB
Mo  10 – 18h
Di  10 – 16h
Mi  10 – 18h
Do 10 – 18h
Fr   —
Sa  —
So  —
KBS Südlicht 030 325288-97/-98
Mobil:
0178 9423946
AB wird täglich mehrfach abgehört
Mo–Fr 10–17h
KBS transit
im soulspace
030 2847 66 47 Mo–Fr 10–16:30h
Berliner Jobcoaching 030 325 343 70
AB wird täglich mehrfach (ggf. fern-) abgehört
Mo–Fr 8.30–12h

Corona – Informationen

Im Folgenden haben wir einige Empfehlungen und Hilfen zusammengestellt, wie wir die psychischen Belastungen im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus möglichst wohlbehalten überstehen.

Die COVID19-Pandemie stellt für alle eine neue Situation dar. Das öffentliche Leben ist eingeschränkt, Schutzmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und Abstandsregeln wirken sich auf alle Bereiche aus. Wer laufend die Nachrichten verfolgt, dazu angehalten ist, soziale Kontakte zu minimieren, möglichst von zu Hause zu arbeiten oder gar in häusliche Quarantäne zu gehen, dem kann das auch aufs Gemüt schlagen.

 

1. Beschaffen Sie sich Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen.

Beschränken Sie sich selbst darauf, nur Informationen aus verlässlichen und offiziellen Quellen zu beziehen.

In Deutschland sind das vor allem das Robert-Koch-Institut (www.rki.de), die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (www.infektionsschutz.de), das Bundesministerium für Gesundheit (www.bundesgesundheitsministerium.de) oder auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de).

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum neuartigen Coronavirus finden Sie hier: www.berlin.de/corona.

Vertrauen Sie auf diese glaubwürdigen Informationsquellen und nicht auf solche, die durch Fehlinformationen Angst und Panik schüren.

 

2. Setzen Sie sich selbst ein Limit bei COVID-19-Nachrichten.

Versuchen Sie, exzessive Mediennutzung zu vermeiden. Sie halten sonst Körper und Seele in einem permanenten Alarmzustand, vermutlich auch mit negativen Folgen für die Schlafqualität. Ständiges Warten auf Neuigkeiten und das ständige Neuladen des Social-Media-Feeds können Sorgen verstärken. Überlegen Sie, ob Sie nicht vielleicht Benachrichtigungen auf dem Handy ausschalten und eine bewusste „Nachrichten-Pause“ einlegen.

Sich beim Lesen, Hören und Ansehen von Nachrichten ein Limit zu setzen ermöglicht es Ihnen, sich stattdessen auf den Alltag zu konzentrieren und auf die Lebensbereiche, die sie selbst beeinflussen können. So vermeiden Sie Gedankenspiele wie „was wäre, wenn…“. Die WHO empfiehlt, sich hauptsächlich dann an (ausschließlich faktische) Informationen zu halten, wenn es um praktische Schritte der Vorbereitung und des Schutzes von Ihnen selbst und anderen geht.

 

3. Passen Sie auf sich auf!

Selbstfürsorge bedeutet in Zeiten des Corona-Virus, sich auf das zu konzentrieren, was man selbst in der Hand hat und kontrollieren kann (z.B. angemessene Hygiene) statt auf das, was man nicht beeinflussen kann (z.B. das Virus zu stoppen).

Leben Sie Ihren Alltag und Ihre Routinen wo es geht: Essen Sie gesund, schlafen Sie genug, machen Sie Dinge, die Sie genießen. Für unsere psychische Stabilität ist die Ernährung eine wichtige Grundlage. Bei hohem seelischen Stress braucht unser Körper mehr Flüssigkeit. Regelmäßige Mahlzeiten helfen außerdem bei der Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur.

Sorgen Sie für Bewegung. Machen sie z. B. regelmäßig Atem- und Dehnübungen, gerne auch bei geöffnetem Fenster. Angst ist vor allem eine körperliche Reaktion. Durch Atmen und Bewegungsübungen signalisieren Sie sich selbst: „Jetzt in diesem Moment ist hier alles in Ordnung.“ Behalten Sie Ihre wöchentlichen Sportzeiten bei, falls Sie so etwas haben und weichen Sie ggf. auf Indoor-Aktivitäten aus. Apps und Videokanäle können dabei unterstützen.

Viele Freizeitaktivitäten sind gerade nicht möglich. Sich zu beschäftigen, ist für einige Menschen ohne Anregung von außen (durch Sportverein, Kino, Kneipe, Theater oder Konzert) eine Herausforderung. Manches lässt sich über Mediennutzung ansatzweise kompensieren. Halten Sie Ausschau nach Beschäftigungsmöglichkeiten in Ihrer Wohnung. Jetzt ist Zeit für den Frühjahrsputz! Nehmen Sie sich für jeden Tag eine kleine Aufgabe vor, die sie erledigen wollen. Auch das hilft bei der Tagesstrukturierung und beugt depressiven Verstimmungen vor. Unser Gehirn liebt es, etwas geschafft zu haben! Aufräumen ist sehr geeignet für den Erhalt der seelischen Stabilität. Wenn draußen alles ungewiss ist – bei Ihnen ist etwas geordnet.

Vielleicht ist jetzt die Zeit, lang vergessene Hobbys zu reaktivieren (evtl. sogar aus Kindertagen: Womit haben Sie sich früher an Regentagen beschäftigt?). Besonders geeignet ist alles, was Ihr Gehirn fordert, so dass Sie gar nicht dazu kommen, sich zu sorgen (z. B. Sudoku, Puzzle, komplizierte Handarbeiten, Programmieren, Sprachen lernen). Probieren Sie aus, was zu Ihnen passt!

 

4. Halten Sie Kontakt und unterstützen Sie die Menschen in Ihrem Umfeld.

Mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben, kann Stress reduzieren. Mit ihnen über Sorgen und Gefühle zu sprechen hilft womöglich, mit den Herausforderungen der Krise besser umzugehen. Wer Unterstützung und Fürsorge erfährt, dem gibt das ein Gefühl von Sicherheit. Anderen Hilfebedürftigen zu helfen und mit jemandem Kontakt aufzunehmen, der sich vielleicht alleine fühlt oder sorgt, hilft sowohl dem, der unterstützt wird, wie auch dem Unterstützenden.

Wenn man selbst nicht zur Risikogruppe gehört, ist es zudem eine gute Option anderen Menschen, die durch Corona aufgrund ihres Alters oder durch Erkrankungen stärker gefährdet sind, zu helfen, indem man für diese die Einkäufe oder andere Besorgungen erledigt.  So schützt man nicht nur diejenigen die zur Risikogruppe gehören, sondern fühlt sich selbst gebraucht und nützlich.

Viele Menschen fragen sich auch, was sie im Quarantänefall tun würden. Auch wenn die Vorstellung von Selbst-Quarantäne erschrecken mag, behalten Sie im Hinterkopf, dass es nur eine temporäre Maßnahme ist und dass es viele digitale Möglichkeiten gibt, regelmäßig mit anderen Kontakt aufzunehmen.

 

5. Bleiben Sie hoffnungsvoll und denken Sie positiv.

Versuchen Sie, sich auf die positiven Dinge im Leben zu konzentrieren. Die WHO empfiehlt, gezielt nach Informationsquellen zu suchen, die positive Nachrichten von Menschen aus der Region verbreiten, die an COVID-19 erkrankt waren und wieder genesen sind. Oder Geschichten von Menschen, die eine geliebte Person im Genesungsprozess begleitet haben und bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen.

Wenn die übermäßige Nähe und Kontakt mit Familienangehörigen, Mitbewohner*innen oder Partner*innen zu Konflikten führt, ist es wichtig sich Raum für sich selbst zu nehmen. Wenn man merkt, dass es gerade alles zu viel wird, sollte man auf Abstand gehen und sich erst einmal abkühlen. Konflikte müssen nicht sofort gelöst werden. Wird die Stimmung zu emotional, kann es hilfreich sein, sich mindestens eine halbe Stunde in unterschiedlichen Räumen aufzuhalten oder auch kurz vor die Tür zu gehen. Wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben, kann man damit beginnen in Ruhe miteinander über die Situation zu reden.

 

6. Erkennen Sie Ihre Gefühle an.

Es ist ganz normal, in der derzeitigen Situation große emotionale Reaktionen zu zeigen, sei es sich überwältigt zu fühlen, gestresst, ängstlich oder traurig. Erlauben Sie sich diese Gefühle, nehmen Sie sie wahr und drücken Sie sie aus, z.B. in dem Sie sie im Tagebuch festhalten, mit anderen darüber sprechen, sie kreativ verarbeiten oder meditieren.

 

7. Nehmen Sie sich Zeit, mit ihren Kindern über die Situation zu sprechen.

Auch Kinder brauchen Hilfe im Umgang mit Stress und Schutz vor der Corona-Hysterie. Beantworten Sie ihre Fragen und erklären Sie Fakten über das Virus, die für Kinder verständlich sind. Reagieren Sie unterstützend, haben Sie ein offenes Ohr für die Sorgen der Kinder und geben Sie Ihnen eine Extraportion Zuneigung, Aufmerksamkeit und Unterstützung. Zeigen Sie den Kindern, dass sie in Sicherheit sind aber auch, dass es ok ist, traurig zu sein. Zeigen Sie ihnen, wie Sie selbst positiv mit Stress umgehen, damit sie von Ihnen lernen können.

 

8. Holen Sie sich professionelle Unterstützung.

Wenn Sie sich psychisch sehr belastet fühlen und das Gefühl haben, Sorgen und Ängste nicht allein bewältigen zu können, sollten Sie professionelle Hilfe suchen. Telefon-Hotlines, Hausärzt*innen, Ambulanzen der Kliniken und psychosoziale Beratungsstellen sind hier geeignete erste Anlaufstellen. Scheuen Sie sich nicht, in Krisen nach Hilfe zu fragen.

Eine umfangreiche Übersicht von Hilfen bei psychischen Problemen und in belastenden Lebenssituationen finden Sie hier: http://hilfe.dasklemmbrett.de

Für eine fachgerechte Diagnostik und eine spezialisierte Behandlung ausgeprägter und anhaltender psychischer Beschwerden sind Psychotherapeut*innen oder auch Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie die richtigen Ansprechpartner*innen. Sie alle bauen angesichts der aktuellen Situation derzeit ihre Angebote an Telefon- und Video-Sprechstunden aus.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, die Ängste vor dem Virus in den Griff zu bekommen, die eigene seelische Gesundheit und die von Freunden und Familie zu schützen und zu pflegen. Denken Sie daran: Diese Pandemie wird vorbeigehen und es gibt immer Hilfsangebote. Eine proaktive Einstellung kann helfen, Ihre seelische Gesundheit in Zeiten großer Unsicherheit zu schützen.

 

(Die oben genannten Tipps basieren auf den Empfehlungen von Mental Health Europe sowie der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung.)